Die Angebotspreis-Strategie
Mit Ihrem Angebotspreis legen Sie bereits zu Anfang fest, welche Vermarktungsstrategie Sie für Ihre Immobilienveräußerung wählen. Deshalb sprechen wir hier von einer Angebotspreis-Strategie und nicht nur vom Angebotspreis. Bedenken Sie, dass der Angebotspreis nicht zwangsläufig mit dem finalen, notariell beurkundeten Verkaufspreis identisch sein muss. Je nachdem wie Sie die Vermarktung und die Kaufpreisverhandlung führen, ob interessierte Personen mit Kaufabsichten bereit sind, ein Kaufangebot abzugeben, das über dem Angebot liegt, kann der finale Verkaufspreis ober- beziehungsweise unterhalb des Angebotspreises liegen. Eventuell lautet das Ergebnis zum Schluss: Angebotspreis = Verkaufspreis. Dies lässt sich am Anfang jedoch nie vorhersehen.
Die Interessentenbetreuung & Besichtigung
Ist das Eigenheim oder die Eigentumswohnung erst einmal inseriert, könnte man meinen, dass das Wichtigste geschafft ist und der Rest eine „Schlittenfahrt ins Tal“. Jedoch bereiten sich auch im Profisport beispielsweise Skiläufer*innen beim Abfahrtski im Training auf jeden einzelnen Parcours vor. Auf Ihre Immobilienveräußerung bezogen sollten Sie ähnlich agieren. Das heißt, dass Sie auch nachfolgende Tätigkeiten der Immobilienvermarktung, wie etwa das Beantworten von Anfragen und die Durchführung von Besichtigungen mit einer guten Vorbereitung und überlegter Professionalität angehen sollten.
Im Rahmen der Betreuung der Kaufinteressierten und der Besichtigungen, kann es sonst passieren, dass Sie Ihre eigentlich gute Verhandlungsposition vorschnell verspielen. Hierzu ist es wichtig, entsprechende Informationen von Personen mit Kaufabsichten zu erfragen, eine Vertrauensbasis zu schaffen und somit zu wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Im Idealfall haben Sie dies bereits im Laufe vorangegangener Telefonate oder bei Besichtigungsterminen erfahren.
Die Verhandlungsposition
Sie befinden sich in einer besseren oder schlechteren Verhandlungsposition, je nachdem
wie viele Kaufwillige Sie für Ihre Immobilie generiert haben (Nachfrage),
wie Sie diese Personen betreuen und
wie Sie die Besichtigungen in Ihrer Immobilie durchführen.
Haben Sie bis zu diesem Zeitpunkt bereits Fehler in der Vermarktung gemacht, lässt sich im Rahmen der folgenden Kaufpreisverhandlung zwar trotzdem ein für Sie, kurzsichtig betrachtet, akzeptables Verkaufsergebnis erzielen. Jedoch werden Sie nie wissen, ob nicht doch ein höherer Verkaufspreis erzielbar gewesen wäre, sofern Sie den Verkauf von Anfang an optimal durchgeführt hätten. Dies ist ein Fehler, den viele Eigentümer*innen machen: Den gesamten Verkauf nur anhand des Ergebnisses der Kaufpreisverhandlung bewerten. Dabei ist das Gesamtbild viel größer, wie die nachfolgende Darstellung zeigt:
Mehr zu Thema Kaufpreisverhandlung erfahren Sie im dazugehörigen Kapitel dieses Buchs.