7. Der Wohn-Immobilien Markt wird stabil bleiben und schon kurz- bis mittelfristig wieder wachsen.
An der Wohnraum-Knappheit ändert auch die Corona Krise nichts. Es wird nach wie vor viel zu wenig gebaut, um neuen dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dazu kommen die Preissteigerungen für die Erstellung von Neubauten. Handwerker sind knapp und immer weiter verschärfte Energie-Effizienz Auflagen treiben die Preise für Neubauten noch weiter in die Höhe. Die Nachfrage nach Wohnraum wird auch weiterhin das Angebot deutlich übersteigen, besonders in Gebieten mit guter Infrastruktur. Die Folge: Steigende Preise für Wohnraum, egal ob zum Kauf oder zur Miete. Von einer Immobilienblase sind wir weit entfernt. Das Gegenteil ist der Fall. Deswegen werden auch Schnäppchenjäger, die schon auf der Lauer nach günstigen Immobilien sind, ohne Beute bleiben. Auf der anderen Seite werden aber auch Immobilienbesitzer Mondpreise nicht durchsetzen können. Verkaufsgründe und damit Anlässe für den Verkauf von Gebraucht-Immobilien gibt es weiterhin völlig unabhängig von Corona. Wenn sich an der Lebenssituationen von Menschen etwas verändert, ergeben sich oft Entscheidungen, die den Verkauf einer Immobilie erforderlich machen. (Erbe, Scheidung, jobbedingter Ortswechsel, Verkaufsdruck durch mangelnde Möglichkeiten Kredite zu bedienen, altersbedingte Verkäufe von zu groß gewordenen Immobilien und vieles mehr.)
8. Sonderfall Zweitwohnungen zur Selbstnutzung oder Ferienvermietung in Norddeutschland
Der Trend zum Urlaub in Deutschland wird sich vermutlich weiter verstärken, auch wenn es viel teurer ist hier seinen Urlaub zu verbringen als beispielsweise in vielen südlichen Ländern. Heiße und unerträgliche Temperaturen, Corona-bedingte Ängste aus Berichterstattungen in der Presse über hohe Gesundheitsrisiken; schlechtere medizinische Grundversorgung und für einige Länder weiter zu befürchtende Verschiebung in Richtung Diktatur befeuern die Neigung nicht mehr weit weg zu fahren, sondern im eigenen Land Urlaub zu machen. Dann macht man eben ein paar Tage weniger Urlaub aber genießt den im eigenen Land umso intensiver. Wer es sich leisten kann, kauft sich bevorzugt eine Zweitwohnung in den besten Lagen der deutschen Urlaubsregionen. Was ohnehin schon teuer war, wird mit dieser Tendenz noch teurer. Mutige Bauträger bieten beispielsweise aktuell in einer zentrumsfernen aber dennoch direkten Strandlage des Scharbeutzer Ortsteils Haffkrug Neubauwohnungen für über 10.000€ pro m² an. Fazit: Der Markt und die Preise wachsen weiter, aber nicht in den Himmel.